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Bundessozialgericht
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Kassel, den 1. Februar 2016

Medieninformation Nr. 2/16

 

Vorsitzender Richter am Bundessozialgericht a.D.

Wolfgang Wiester wird 80 Jahre alt

 

Wolfgang Wiester, Vorsitzender Richter am Bundessozialgericht a.D., feiert morgen seinen 80. Geburtstag.
 
Nach Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften an den Universitäten Frankfurt am Main sowie Marburg war Wolfgang Wiester, geboren am 2. Februar 1936, zunächst ab 1966 Gerichtsassessor im hessischen Justizdienst. Prägend für seinen weiteren Werdegang war die bereits im selben Jahr vom Amtsgericht Frankfurt am Main aus erfolgte Abordnung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundessozialgericht. Nach Beendigung dieser Tätigkeit setzte er seinen Berufsweg im Sozialrecht als Richter am Sozialgericht Kassel fort. Im Jahre 1976 wurde er zum Richter am Hessischen Landessozialgericht ernannt.
 
Nach seiner Wahl und Ernennung zum Richter am Bundessozialgericht im Januar 1984 wirkte er bis zu seinem Ausscheiden im Februar 2001 in unterschiedlichen Senaten und Rechtsgebieten, zunächst im 9. und 1. Senat. In den für die Unfallversicherung zuständigen 2. Senat wechselte er im Jahre 1987, bevor er mit seiner Ernennung zum Vorsitzenden Richter am Bundessozialgericht im August 1995 den Vorsitz des für die Knappschaftsversicherung (Sozialversicherung der Bergleute) und die bergbauliche Unfallversicherung zuständigen 8. Senats übernahm. Seit 1997 war er zudem Vorsitzender des 10. Senats, dem Rechtsstreitigkeiten in der Sozialversicherung der Landwirte (unter anderem Alterssicherung und Krankenversicherung) übertragen waren.
 
Nach seinem Ausscheiden blieb Vorsitzender Richter am Bundessozialgericht a.D. Wolfgang Wiester nicht nur Kassel als Wohn- und Lebensort, sondern auch dem Bundessozialgericht und dem Sozialrecht durch seine wissenschaftliche Tätigkeit, insbesondere auch als Mitverfasser eines Kommentars zum Unfallversicherungsrecht, verbunden. Die von ihm formulierten Anforderungen für Begutachtungsempfehlungen in der gesetzlichen Unfallversicherung finden sich weiterhin in den "Grundsätzen des Spitzenverbandes der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung für Begutachtungen bei Berufskrankheiten".