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Verknüpftes Dokument, siehe auch:  Urteil des 13. Senats vom 20.7.2011 - B 13 R 39/10 R -, Urteil des 13. Senats vom 20.7.2011 - B 13 R 52/10 R -, Urteil des 13. Senats vom 20.7.2011 - B 13 R 49/10 R -, Urteil des 13. Senats vom 20.7.2011 - B 13 R 41/10 R -, Urteil des 13. Senats vom 20.7.2011 - B 13 R 40/10 R -

 

Bundessozialgericht

BUNDESSOZIALGERICHT - Pressestelle -

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Kassel, den 20. Juli 2011

Terminbericht Nr. 34/11 (zur Terminvorschau Nr. 34/11)

Der 13. Senat des Bundessozialgerichts berichtet über das Ergebnis seiner öffentlichen Sitzung am 20. Juli 2011 wie folgt:

1) Das BSG hat die Revision der Klägerin zurückgewiesen. Auf der Grundlage des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 21.7.2010 (1 BvL 11/06 ua - BVerfGE 126, 369 = SozR 4-5050 § 22b Nr 9) erweist sich der angefochtene (negative Zugunsten-) Bescheid der Beklagten als rechtmäßig.

Die Klägerin hatte mit dem Überprüfungsantrag die Entscheidung der Beklagten aus dem Jahre 2000 angegriffen, mit der diese zwar die Berechnungsgrundlagen der Witwenrente feststellte, diese Rente aber nicht auszahlte, weil die Klägerin als Einzelperson bereits Rentenleistungen nach 25 Entgeltpunkten bezog. Dies entspricht der mit zulässiger Rückwirkung ab 1996 geltenden Vorschrift des § 22b Abs 1 Satz 1 FRG idF des RV-Nachhaltigkeitsgesetzes vom Juli 2004. Verfassungsrechtliche Bedenken bestehen insoweit nicht; durch die Rechtsprechung des BVerfG ist auch die Verfassungsmäßigkeit der Begrenzung der Rentenleistungen nach dem FRG als solche geklärt.

SG Berlin - S 30 RJ 323/03 -
LSG Berlin-Brandenburg - L 5 RJ 23/04 -
Bundessozialgericht - B 13 RS 36/10 R -

2) bis 5)
In diesen ähnlich gelagerten Fällen hat das BSG jeweils, ggfs unter Berücksichtigung (verwaltungs-) verfahrensrechtlicher Besonderheiten, entsprechend entschieden.

SG Berlin - S 10 RA 2040/03 -
LSG Berlin-Brandenburg - L 8 R 428/05 -
Bundessozialgericht - B 13 R 40/10 R -

SG Detmold - S 2 RA 46/03 -
LSG Nordrhein-Westfalen - L 8 RA 58/03 -
Bundessozialgericht - B 13 R 39/10 R -

SG Dortmund - S 46 RJ 150/03 -
LSG Nordrhein-Westfalen - L 13 (8) RJ 146/03 -
Bundessozialgericht - B 13 R 41/10 R -

SG Berlin - S 3 RA 5529/02 -
LSG Berlin-Brandenburg - L 5 RA 74/03 -
Bundessozialgericht - B 13 R 49/10 R -

Die Urteile, die ohne mündliche Verhandlung ergehen, werden nicht in der Sitzung verkündet. Sofern die Ergebnisse von allgemeinem Interesse sind, erscheint ein Nachtrag zum Terminbericht nach Zustellung der Urteile an die Beteiligten.

Kassel, den 18. Oktober 2011

Nachtrag zum Terminbericht Nr. 34/11

Der 13. Senat des Bundessozialgerichts berichtet nach Zustellung über das ohne mündliche Verhandlung am 20. Juli 2011 entschiedene Verfahren wie folgt:

Das Bundessozialgericht hat die Revision der Klägerin zurückgewiesen. Sie hatte während der streitigen Zeit keinen Anspruch auf Halbwaisenrente. Eine analoge Anwendung des § 48 Abs 4 Satz 1 Nr 2 Buchstabe c SGB VI auf den Europäischen Freiwilligendienst (EFD) kommt - mangels Regelungslücke - nicht in Betracht. Die Nichteinbeziehung des EFD in den Katalog der (Ausnahme-)Tatbestände, die einen Anspruch auf (Halb-)Waisenrente über das 18. Lebensjahr hinaus ermöglichen, verstößt weder gegen Verfassungsrecht noch gegen europarechtliche Vorgaben.

SG Berlin - S 32 R 5465/05 -
LSG Berlin-Brandenburg - L 8 R 1376/07 -
Bundessozialgericht - B 13 R 52/10 R -