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Bundessozialgericht
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Kassel, den 29. November 2012

 

Medieninformation Nr. 25/12

Vorsitzender Richter am Bundessozialgericht a.D. Artur May wird 90 Jahre alt

 

Vorsitzender Richter am Bundessozialgericht a.D. Artur May vollendet am 30. November 2012 sein 90. Lebensjahr.

 

Artur May legte im März 1941 am Städtischen Gymnasium Dinslaken das Abitur ab. Nach Kriegsdienst nahm er das Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Köln auf. 1949 legte er die erste und 1951 die zweite juristische Staatsprüfung ab. Nach kurzer richterlicher Tätigkeit am Landgericht Düsseldorf trat er in den höheren Dienst der Ruhrknappschaft Bochum ein. Bald nach Errichtung des Bundessozialgerichts war Artur May zunächst im Wege der Abordnung vier Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundessozialgericht. Bis zur Ernennung zum Bundesrichter beim Bundessozialgericht am 21. August 1969 war er Richter am Landessozialgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Essen.

 

Am Bundessozialgericht gehörte Artur May dem für die Knappschaftsversicherung und die Unfallversicherung für den Bergbau zuständigen 5a-Senat und dem für die Arbeiterrentenversicherung zuständigen 5b-Senat als stellvertretender Vorsitzender an. Ab Januar 1983 übernahm er den Vorsitz des für Angelegenheiten der Krankenversicherung zuständigen 8. und des für Konkursausfallgeld- und Kindergeldstreitigkeiten zuständigen 10. Senats. Im Jahr 1988 übernahm der 8. Senat unter dem Vorsitz von Herrn May die Angelegenheiten der Knappschaftsversicherung und der Unfallversicherung für den Bergbau vom 5a‑Senat.

 

Artur May war von Juli 1978 bis Juni 1982 Vorsitzender des Richterrats und von Januar 1985 bis Dezember 1988 gewähltes Mitglied des Präsidiums. Seit Dezember 1979 gehörte er ununterbrochen 10 Jahre lang dem Großen Senat des Bundessozialgerichts an. Von 1979 bis 1986 war er Beisitzer am Richterdienstgericht des Bundes.

 

Herr May ist durch vielfältige juristische Veröffentlichungen (u.a. Beiträge in juristischen Fachzeitschriften, in einer juristischen Festschrift und in einem Großkommentar zum SGB sowie mit einem Buch über "Die Revision in den zivil- und verwaltungsgerichtlichen Verfahren") vor und nach seiner Pensionierung hervorgetreten.

 

Am 30. November 1989 wurde Artur May das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.