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Bundessozialgericht
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Kassel, den 6. Januar 2016

Medieninformation Nr. 1/16

 

Richter am Bundessozialgericht a.D. Prof. Dr. Harald Bürck verstorben

 

Am 21. Dezember 2015 ist Richter am Bundessozialgericht a.D. Prof. Dr. Harald Bürck im Alter von 77 Jahren verstorben.
 
Prof. Dr. Bürck, geboren am 23. März 1938 in Pinneberg, studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Hamburg, Freiburg und Kiel. Nach seiner zweiten juristischen Staatsprüfung im Jahre 1966 war er zunächst als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Kiel tätig, wo er im Jahre 1968 promoviert hat. Seine Habilitation folgte im Jahre 1975. Ab September 1975 gehörte er der Sozialgerichtsbarkeit des Landes Schleswig-Holstein an, zunächst als Richter am Sozialgericht Kiel und ab 1980 als Richter am Schleswig-Holsteinischen Landessozialgericht, wo er 1992 zum Vorsitzenden Richter ernannt wurde.
 
Im Juli 1992 wurde Prof. Dr. Bürck zum Richter am Bundessozialgericht berufen. Hier wurde er zunächst dem für Arbeitslosenversicherung und übrige Aufgaben der Bundesanstalt für Arbeit zuständigen 11. Senat zugeteilt. Ab 1997 wechselte er in den 9. Senat (Kriegsopfer- und Sol­datenversorgung; Schwerbehindertenrecht) sowie - ab März 2001 - zusätzlich in den für die Sozialversicherung der Landwirte und das Bundeserziehungsgeldgesetz zuständigen 10. Senat. Seit dem 1. November 2002 war er stellvertretender Vorsitzender dieser Senate. Ende März 2003 trat er in den Ruhestand.
 
Auch nach Beginn seiner richterlichen Tätigkeit war Prof. Dr. Bürck weiterhin wissenschaftlich tätig, indem er an der Juristischen Fakultät der Universität Kiel Zivilrecht, aber auch Sozialversicherungsrecht lehrte. Im Jahre 1985 wurde ihm der besondere Titel eines "Außerplanmäßigen Professors" verliehen. Prof. Dr. Bürck ist der Fachwelt als Verfasser zahlreicher Aufsätze mit breitem Wirkungskreis bekannt. In seinen Veröffentlichungen befasste er sich mit grundlegenden Fragestellungen in den Bereichen der Rentenversicherung, des Opferentschädigungs- und Schwerbehindertenrechts, des Kassenarztrechts sowie des Verfahrensrechts. Schon früh betonte er die besondere Bedeutung sozialer Rechte im Allgemeinen Teil des Sozialgesetzbuchs.
 
Das Bundessozialgericht verliert mit Herrn Prof. Dr. Harald Bürck einen geschätzten und humorvollen Kollegen, der dem Gericht auch nach seinem Ausscheiden weiterhin verbunden blieb.